Fadenalgen und zu niedriger Wasserstand machen den Fischern Probleme

Deisenhofen (jbf). Fleißig waren die Fischer im abgelaufenen Jahr. 442,5 Stunden Arbeitsdienst wurden an den Gewässern geleistet, wobei viel Zeit in die Bekämpfung der Fadenalgen sowie die Erweiterung des Geräteraumes am Häusler‑Weiher investiert wurde. Knapp über sieben Zentner Fische konnten gelandet werden, über sechs Zentner wurden neu besetzt. Diese Zahlen  und weitere Fakten enthielten die Rechenschaftsberichte der Vorstandschaft bei der 32. Jahreshauptversammlung, zu der Vorsitzender Manfred Seifried zum „Unteren Wirt“ eingeladen hatte. Er konnte dazu auch die beiden Stadträte Armin Hopfenzitz und Johann Jall aus dem Höchstädter Stadtteil begüßen. Ein besonderer Gruß galt Fischerkönig Michael Jung.

Nach einem Totengedenken eröffnete der Vorsitzende seinem Rechenschaftsbericht. Als neuen Mitgliederstand gab Seifried 67 an, davon drei Mitglieder auf Probe.  Sieben Mitgliedern konnten zu „runden“ Geburtstagen gratuliert werden. Dies waren  Franz  Kapp, Bruno Gritzuhn, Andrea Laber, Johann Wunderle, Wolfgang Saur  (50 Jahre) sowie Richard Senning und Alois Rößle (60 Jahre). Er informierte über die Ergebnisse einer Elektrobefischung des Klosterbaches durch den Bezirk Schwaben zur Umsetzung der EG‑Wasserrahmenrichtlinie. Außerdem wies der Vorsitzende gemäß eines Schreibens des Landratsamtes auf  eine anstehende Bachmuschelkartierung im Klosterbach hin. In diesem Zusammenhang erwähnte er die Missstände im Klosterbach, als dieser sich  im Mai durch unsachgemäße Wasserstandregulierungen zweimal fast wasserlos präsentierte. Seifried forderte, dass sich alle Betroffenen an einen Tisch setzen müssen, um einen tragbaren Konsens zu finden. „Es darf nicht mehr passieren, dass Fische wegen Wassermangel auf engsten Raum zusammengepfercht sind, nach Sauerstoff schnappen  und teilweise verenden!“ Ebenso  sprach der Vorsitzende das unbefugte Benutzen des Festplatzes am Häusler-Weiher an. Es könne nicht sein, dass ohne Erlaubnis der Platz benutzt,   Holz in der Feuerstelle verbrannt und der Unrat beim Verlassen zurückgelassen werde. Hier werde man künftig massiv dagegen vorgehen.

Einen schriftlichen Bericht hatte Jugendwartin Andrea Laber, die nicht anwesend sein konnte, hinterlegt. Zwei Maßnahmen waren darin dokumentiert: Die Müllsammlung der Fischerjugend in Zusammenarbeit mit dem Abfall‑Wirtschaftsverband sowie das Jugendzeltlager des Vereins mit 17 Teilnehmern.

Gewässerwart Peter Messer berichtete über die Fangergebnisse und Besatzmaßnahmen. Sein Kollege Simon Baselt schlüsselte die Arbeitseinsätze und geleisteten Stunden auf.

Alois Rößle trug den Kassenbericht vor. Einstimmig erhielt die Vorstandschaft auf Antrag von Georg Wunderle die Entlastung für das abgelaufene Jahr. Die Geschäftsordnung von 2012  wurde ohne Änderungen auf das neue Jahr übertragen.

Unter Wünsche und Anträge entwickelte sich  eine lebhafte Diskussion über die Wasserstandsregulierung im Klosterbach. Die überwiegende Mehrheit der Mitglieder unterstützte einen Antrag des Vorsitzenden, den Geräteraum am Häusler‑Weiher mit Strom von den Lechwerken versorgen zu lassen 

Ehrungen

Bei der Hauptversammlung wurden nachstehende Mitglieder mit einer Urkunde für langjährige Mitgliedschaft geehrt; 10 Jahre: Florian Baselt; 20 Jahre: Hermann Eggenmüller, Rudolf Steinle; 30 Jahre: Ernst Öxler, Werner Rieg, Georg Sauler. Ebenso erhielt der Fischerkönig der Erwachsenen, Michael Jung, eine Urkunde vom Vorsitzenden überreicht.